Historische Orgel

Die Orgel der Preetzer Klosterkirche ist eines der kostbarsten klingenden Denkmäler im Lande. Sie hat eine lange Geschichte:

Die erste Erwähnung einer Orgel im Preetzer Kloster datiert von 1427.
1573 baute der Hamburger Orgelbauer Hans Köster ein neues Instrument, das seitlich in der Nähe des Chores aufgestellt wurde. Diese Orgel bildete den Kern des Hauptwerkes der Ahasverus-Schütze-Orgel aus dem Jahre 1686 im Westen der Klosterkirche. Wer den Prospekt - die "Schauseite" - der Orgel betrachtet, wird unschwer erkennen können, dass Hauptwerk und Rückpositiv verschiedenen Epochen zuzuordnen sind.

Eine Preetzer Besonderheit sind die großen hölzernen Prospektpfeifen der Pedaltürme in der Klosterkirche (Daniel Busch) und in der Stadtkirche (Nikolai Plambeck). Die Klosterorgel hat 25 Register auf Hauptwerk, Rückpositiv und Pedal, davon sind 18 Stimmen aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert.

Das Instrument wurde 1999 von der Firma Marcussen in Apenrade restauriert.
Am 1. Juni 2000 weihte Bischof Ludwig Kohlwage in Anwesenheit der Priörin Irmela Gräfin Brockdorf-Ahlefeldt, des Klosterprobsten Albrecht Graf Brockdorf-Ahlefeldt und der Ministerpräsidentin Heide Simonis, das "Kulturdenkmal von nationalem Rang" mit den Worten ein: "Diese restaurierte alte Orgel soll Gott zur Ehre, der Gemeinde zur Freude und den Menschen zum Troste erklingen."


Die Disposition der historischen Orgel

Hauptwerk   Rückpositiv   Pedal  
Bordun 16' Gedackt 8' Prinzipal 16'
Prinzipal 8' Prinzipal 4' Subbass 16'
Viol. da Gamba 8' Flöte 4' Oktave 8'
Quintatön 8' Fugara 4' Gedackt 8'
Oktave 4' Spitzflöte 2' Oktave 4'
Quinte 2 2/3' Sesquialtera 2 fach Posaune 16'
Superoktave 2' Dolzian 8' Trompete 8'
Terz 1 3/5' Vox humana 8'    
Mixtur 3 fach Tremolant   Koppeln: HW/RP: HW/P
Trompete 8'